Glasfaserentscheidung – zurück in die Zukunft?

Wieder haben die Woffelsbacher eine in die Zukunft weisende Entscheidung zu treffen. Glasfaser ins Haus oder nicht. Bereits vor gut hundert Jahren, genauer im Jahre 1913, waren unsere Vorfahren ebenfalls grundlegend gefragt. Damals ging es um die Versorgung der Häuser mit elektrischem Strom. Das Ergebnis war aus heutiger Sicht vernichtend: ganze drei Häuser von 45 (gleich 7 Prozent) entschieden sich in Woffelsbach damals für den Strom, ohne den wir uns das Leben heute nicht mehr vorstellen können. Die Rurberger waren risikofreudiger, 42 von 83 (knapp 51 Prozent) wollten den Stromanschluss. Noch zukunftsorientierter waren die Steckenborner, bei denen 57 von 85 (67 Prozent) für den Strom votierten.

Das alles erzählt uns das Montjoie´r Volksblatt vom 18. Januar 1913 – so hat es zumindest Walter Lauscher, unser Dorfhistoriker herausgefunden.

Wenn es jetzt um den Glasfaseranschluss geht, stellt sich die Situation ähnlich dar: 40 Prozent der Häuser in den Orten Rurberg, Steckenborn und Woffelsbach müssen für den Glasfaseranschluss votieren, ansonsten bleiben wir abgehängt.

Zur Zeit (Stand 23.06.17) sind es 11 Prozent.

Sollen wir auf Rurberg und Steckenborn hoffen, dass sie uns prozentmäßig mit nach oben ziehen? Oder gibt es auch für Woffelsbacher hinreichend Argumente, die Zukunft zu wählen? Gegenargumente hört man jedenfalls genug:

  • „Brauch ich nicht, mir reicht die Geschwindigkeit, die ich habe.“ – Ja, 1913 reichte den meisten Woffelsbachern auch weiterhin die Öllampe.
  • „Da reißen die schon wieder die Straße auf.“ – Jein, viele Meter werden auch einfach durchgeschossen.
  • „Ist ja teurer als mein augenblicklicher Anschluss.“ – Ja, stimmt geringfügig, aber dafür ist die Leistung auch mehr als zwei- bis zehnfach so hoch. Im übrigen ist es ein Jahr lang deutlich preiswerter.
  • „Kann ich immer noch später nehmen.“ – Vielleicht, wenn denn die 40 Prozent zusammen kommen. Aber dann wird es in jedem Fall teurer. Ohne Anschlussgebühr bekommt man Glasfaser nie wieder und die liegen bei mindestens 750 Euro.
  • „Da muss ich mich ja langjährig vertraglich festlegen.“ – Stimmt nicht. Nach zwei Jahren kann man wieder aussteigen (mit dreimonatiger Kündigungsfrist), nach drei Jahren kann man monatlich kündigen. Entweder um zum alten Kupferkabel zurück zu kehren  oder einen anderen Glasfaseranbieter zu nutzen.

Die Argumente dafür sollte man nicht vernachlässigen:

  • Die notwendige Geschwindigkeit steigt von Jahr zu Jahr. Bald wird die Sprechstunde des Arztes übers Internet laufen. Und die Bilder der Kinder und Enkel werden auch immer großvolumiger. Ein Bild, das vor Kurzem noch mit 1 Mb daher kam, hat heute auf einem Smartphone schon 10 Mb. Und vielleicht wird die Webcam auf dieser Webseite bald nicht mehr nur Standbilder, sondern auch Bewegtbilder liefern. Dann sind 200 Mb schon angesagt.
  • So preiswert – zum Nulltarif – bekommt man nie wieder seinen Glasfaserhausanschluss.
  • Der Wert des Hauses steigt mit Glasfaseranschluss nicht unerheblich. Das gilt sowohl für Mietshäuser wie für Einfamilienhäuser – und nicht zuletzt Zweithäuser in Erholungsgebieten wie bei uns.

Es wäre schön, wenn die Woffelsbacher heutzutage zukunftsorientierter denken als ihre Vorfahren vor hundert Jahren.

Weitere Infos unter https://deutsche-glasfaser.de/privatkunden/.

Und noch ein Tipp: Wer den Vertrag übers Internet abschließt, spart noch einmal 30 Euro.

Heute zwischen 13.00 und 19.00 Uhr und auch am Mittwoch 28.06.2017 ist das Infomobil noch einmal in Woffelsbach, Wendelinusstraße (Kreuzung Randweg/ Neue Mitte).

 

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2 Gedanken zu „Glasfaserentscheidung – zurück in die Zukunft?

  1. 1. Mann bekommt den Eindruck die Seite wird vom Anbieter gesponsort.
    2. Im Gegensatz zu 1913 sind hier heute doch überwiegend Ferienhäuser und Ferienwohnungen, und für ca. 50 Tage im Jahr werde ich, und bestimmt viele andere hier, nicht ca. 600€ im Jahr bezahlen!!
    Angebote wird es immer wieder geben!

    1. Der Eindruck täuscht. Wir sind von niemandem gesponsert, auch nicht von den Glasfaserern. Aber Deinem Beitrag liegt ein tatsächliches Problem zugrunde: die vielen Zweithäuser in unserem Gebiet. Hier gibt es Gespräche, ob und wie sie aus den 40 % herausgerechnet werden können.

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