Wasserspeicherkraftwerk 6: GSR argumentativ

Zu einer außerordentlich sachlich und wenig emotional geführten Informations- und Diskussionsveranstaltung trafen sich gestern die Vertreter der am Rursee beheimateten Wassersportvereine im Clubhaus des YCR, um sich über den Stand der Planungen für das Wasserspeicherkraftwerk zu informieren. Die GSR, die Gemeinschaft der Sportvereine Rursee, hatte vor einem Jahr eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den Gefahren für den Wassersport auseinandersetzen sollte. Die Arbeitsgruppe hat im Verlauf des Jahres Gutachten analysiert, Gespräche geführt, an Diskussionen teilgenommen und trug jetzt den bisherigen Erkenntnisstand vor. Danach muss vieles noch offen bleiben, da am Anfang eines solchen Vorhabens – man spricht von einer Inbetriebnahme frühestens 2025 – noch viele Details unklar sind. Nach Ansicht der Vereinsvertreter hat die Arbeitsgruppe ihre Aufgaben jedoch erfüllt, nämlich einerseits die Bedrohungen zu benennen und in den Stellungnahme01_120125 und Stellungnahme02_120610 zu veröffentlichen und andererseits dafür zu sorgen, dass Wassersport in der bisherigen Form vom Angeln bis zur Durchführung Deutscher Meisterschaften auf dem Rursee weiterhin möglich bleibt. Nachdem man sich mit Einzelpunkten wie Strömung,  Seehub  oder Gefährdung des Fischlaichs detailliert auseinander gesetzt hatte, kam die Versammlung zu dem Schluss, eine grundsätzliche Ablehnung des Wasserspeicherkraftwerks soll es durch die GSR nicht geben, wohl aber die weitere konsequente Vertretung von Forderungen auch hinsichtlich der Einhaltung von bereits jetzt gegebenen Zusagen. Zu den Forderungen gehören die Vermeidung von Strömungen am Seegrund, die das Wasser verschmutzen, ebenso wie von Strömungen auf der Wasseroberfläche, die Regatten oder die Kinder- und Jugendausbildung verhindern. Zu den Zusagen, für die in den nächsten Gesprächen und Verhandlungen auch Rechtsverbindlichkeit erwartet wird, gehören die Unterbrechung des Wassersports nur für eine Saison sowie  die Übernahme aller Kosten etwa durch die Erneuerung bzw. den Umbau von Steganlagen. Da vieles angesichts des Planungsstadiums noch im Ungewissen liegt, richtet sich die GSR auf eine Vielzahl weiterer Gespräche und Verhandlungen ein, bei denen man argumentativ für den Erhalt des Wassersports am Rursee kämpfen will.

Darüber berichtet auch die Presse: Aachener Zeitung vom 31.10.12

 

 

 

mögliche Strömungen nach ersten vorläufigen Analysen durch Wissenschaftler

 

 

 

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