Warum ist Uli so schnell?

Der Wanderpreis für den Segler des Jahres 2012 hängt nun vorerst im Yacht Club Rursee. Uli Breuer hatte die Wahl gewonnen und erhielt jetzt das große Steuerrad für ein Jahr. Wir sprachen mit ihm:

woffelsbach-rursee.de: Gratulation Uli, deine Fans haben dieses Jahr bei der Wahl zum Segler des Jahres am meisten für dich geklickt. Wann hast Du eigentlich Deine erste Regatta gesegelt?

Uli Breuer: Das war 1972, da war ich sechs Jahre alt, und zwar am Liblarer See. Damals gab es hier am Rursee noch gar keine Opti-Regatten.

woffelsbach-rursee.de: Du bist der deutsche Shooting-Star im Finn Dinghy in Deutschland. Worauf führst Du Deine seglerischen Erfolge zurück?

Uli Breuer: Vorbereitung und Selbstbewusstsein, das ist das Wesentliche. Wobei beides zusammen hängt. Durch eine gute Vorbereitung erwirbt man auch Selbstbewusstsein.

woffelsbach-rursee.de: Was heißt Vorbereitung für Dich? Körperliche Fitness?

Uli Breuer: Ja, auch, aber da habe ich noch Luft nach oben (lacht). Es geht ansonsten um´s Boot. Das wichtigste aber ist das Training. Segeln, segeln, segeln. Damit gewinnt man Sicherheit und Selbstbewusstsein.

woffelsbach-rursee.de: Du sprichst jetzt zum zweiten Mal von Selbstbewusstsein. Was bedeutet das beim Segeln?

Uli Breuer: Das ist der alles entscheidende Glaube, nach vorn zu kommen. Wenn Du mit hundert Booten startest, kannst Du nicht immer gleich vorne sein. Da glückt nicht jeder Start. Dann musst du an dich glauben und mit unglaublichem Energieverbrauch und psychischer Kraft wieder nach vorne fahren. Als ich beim Medal Race bei der IDM dieses Jahr am ersten Fass letzter war (von 10 Booten, die beim Medaillen-Rennen mitmachen dürfen, die Red.) und dann noch bis zum Ziel auf den Zweiten vorgefahren bin, da hätte ich anschließend kotzen können, so erschöpft war ich. Aber ich hab dran geglaubt, es schaffen zu können.

woffelsbach-rursee.de: Wir hörten, du willst jetzt eine Olympia-Kampagne starten. Segelt Uli Breuer also 2016 vor Rio de Janeiro für Deutschland?

Uli Breuer: Ich will´s jedenfalls versuchen. Wenn ich bei der WM 2014 in Spanien unter die ersten 30 komme, dann könnte es eine Chance geben. Wenn man es nicht austestet, weiss man auch nicht, wie weit man gekommen wäre.

woffelsbach-rursee.de: Na denn, Uli, Mast- und Schotbruch für die kommenden Segeljahre!

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